Unwetter
Die in der Nacht zum Donnerstag über den Landkreis Mansfeld-Südharz ziehende starke Unwetterfront führte zu knapp vier Dutzend Einsätzen der Rettungskräfte. Besonders stark betroffen wurde die Ortschaft Riestedt. Dort stand der Schlamm so hoch auf den Straßen, dass diese gesperrt werden mussten. Menschen kamen nicht zu Schaden. Landrat Dirk Schatz sah sich am Donnerstagmorgen vor Ort in Riestedt um, um sich einen Eindruck vom Ausmaß des Schlammeinbruches zu machen.
Zusammen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen, Ralf Poschmann, koordinierte der Landrat die Aufräumarbeiten und unterhielt sich mit den betroffenen Anwohnern. "Große Hochachtung vor dem nachbarschaftlichen Zusammenhalt in Riestedt. Es ist beachtenswert, wie sich die Anwohner gegenseitig Mut machen und bei den Aufräumarbeiten anpacken", erklärte Schatz. "Aus meiner Sicht müssen sehr schnell Gespräche mit den Unterhaltungsverbänden geführt werden, damit die volle Funktionsfähigkeit der alten Flutgräben wieder her gestellt wird", kündigte Dirk Schatz Konsequenzen an, um eine erneute Überflutung zukünftig verhindern zu helfen. "Dazu werden wir die Initiative ergreifen. Aus meiner Sicht sollten die Daten über das alte Grabensystem erfasst und dieses dann in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt werden. Unsere Altvorderen haben diese Entwässerungs- und Flutgräben ja nicht ohne Grund angelegt, " verdeutlichte der erste Mann der Kreisverwaltung.
In der Zeit zwischen 20.38 Uhr und 22.26 Uhr des 24. August 2011 wurden durch die Leitstelle Mansfeld-Südharz 44 Einsätze der Feuerwehr disponiert. Mehrere hundert Feuerwehrleute wurden dabei alarmiert, insgesamt 36 Freiwillige Feuerwehren zu den Ereignisorten gerufen. Der Sturm mit seinem Starkregen lies Bäume umknicken, Keller volllaufen und Straßen mit Schlamm überspülen. In einem Fall entzündete sich ein Baum in Wansleben, vermutlich infolge eines Blitzschlages. Die Einsätze zogen sich teilweise bis weit nach Mitternacht hin. Danach beruhigte sich die Lage in weiten Teilen des Kreises, doch die Beseitigung der Unwetterfolgen dauert auch nach dessen Abklingen an. So wurden in den frühen Morgenstunden die Freiwillige Feuerwehr Kelbra nochmals zur Beseitigung von zwei Bäumen alarmiert und die FF Klostermansfeld zur Grundschule Klostermansfeld gerufen. Auch dort hatte der Sturm Schäden an den Spielgeräten im Außenbereich verursacht. Gleiches gilt für die Kindertagesstätte des Ortes. Dort an entstand in Spielgeräten im Außenbereich ein Schaden von ca. 600 Euro.
Aufgrund des Unwettergeschehens wurde die Leitstelle im Zeitraum von 21.45 bis 23.30 Uhr personell verstärkt. Die Mitarbeiter der Leitstelle, deren Schicht eigentlich beendet war, blieben bis zum Abklingen des Unwetters im Dienst und verstärkten die sie eigentlich bei Schichtwechsel ablösenden Kräfte.
Folgende Freiwillige Feuerwehren (FF) waren in dieser Nacht im Einsatz:
FF Allstedt, FF Alterode, FF Augsdorf, FF Bösenrode, FF Bräunrode, FF Burgörner, FF Dederstedt, FF Freist, FF Harkerode, FF Helbra, FF Helfta, FF Hettstedt, FF Kelbra, FF Klostermansfeld, FF Leimbach, FF Lengefeld, FF Mansfeld, FF Möllendorf, FF Gerbstedt, FF Gonna, FF Gorenzen, FF Obersdorf, FF Oberröblingen, FF Piskaborn, FF Polleben, FF Riestedt, FF Sandersleben, FF Schmalzerode, FF Sangerhausen, FF Siersleben, FF Stedten, FF Sylda, FF Thürungen, FF Wallhausen, FF Wansleben, FF Wettelrode.
Quelle: www.mansfeldsuedharz.de